Sexualstraftaten: Zentralregister als Lösung

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Übergriffe, wobei der Sport da keine Ausnahme macht. Die NPD-Landtagsfraktion brachte bereits mehrfach eine Alternative ins Spiel.
 
Wie die Norddeutschen Neuesten Nachrichten kürzlich berichteten, ermittelt die Rostocker Staatsanwaltschaft gegen einen früheren Trainer des Wasserspringer-Clubs Rostock. Der Mann ist des sexuellen Mißbrauchs Schutzbefohlener verdächtig. Beim Opfer soll es sich um die Tochter seiner früheren Lebensgefährtin handeln. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, drohen dem inzwischen vom Norddeutschen Schwimmverband beurlaubten Übungsleiter zwischen drei Monaten und fünf Jahren Haft. In den internen Karteien wird er dann entsprechend registriert sein. Doch wie dann weiter? Wird er dann erneut auf Kinder und Jugendliche losgelassen werden?
 
Die NPD erkannte hier rechtzeitig eine Lücke und hat, schon weil der Schutz unserer Kinder zu den wichtigsten Staatsaufgaben gehört, mehrfach die Einrichtung eines Zentralregisters für Sexualstraftäter gefordert. Zugriff auf ein solches Register sollen neben Jugendfeuerwehren sämtliche Einrichtungen haben, die mit Kinder- und Jugendarbeit betraut sind, so auch Sportvereine. Das würde die Möglichkeit eröffnen, zu prüfen, ob Mitarbeiter bzw. Bewerber für Kinder- und Jugendarbeit aufgrund von Sexualdelikten vorbestraft sind.
 
In einem weiteren Antrag forderten die Nationalen von der Landesregierung, sich mit Hilfe einer Bundesrats-Initiative dafür einzusetzen, daß sexuelle oder pornografische Straftaten, die an Kindern begangen wurden, nicht verjähren. Nach derzeitigem Recht verjährt sexueller Mißbrauch an Kindern zehn Jahre nach Volljährigkeit des Opfers. Bei schwerem Kindesmißbrauch, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung liegt die Frist bei 20 Jahren.
 
Die NPD verwies in ihrer Antragsbegründung auf die Schweiz. Dort haben sich die Bürger im Rahmen einer Volksinitiative für die Unverjährbarkeit solcher Straftaten ausgesprochen
zurück | drucken Erstellt am Donnerstag, 20. Mai 2010